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The Tribe-Community | Über die TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ u. v. m.! | Seit April 2012
 
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Anna*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptyMo 22 Jun - 11:41

Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, als ich Musik und dazu eine wunderschöne Stimme höre. Wenn ich doch auch nur singen könnte. Oder überhaupt erst mal reden könnte. Aber nein, ich muss ja stumm auf die Welt komme. Und dadurch Probleme mit anderen Menschen haben. Die mich nicht verstehen können oder wollen. Hin und wieder könnte ich deswegen nur heulen. Aber ich tu es nicht. Dadurch das das Mädchen singt, bin ich nicht mehr so interessant und ich löse mich aus der kleinen Gruppe und stecke die letzten briefe ein. Ich gehe auf die Sängerin zu und lausche ihr. Ich schließe dabei sogar die Augen um es ganz in mich aufzunehmen. Als sie aufhört, öffne ich meine Augen wieder. Ich sehe wie sie etwas zu essen bekommen hat. Ob ich ihr auch was geben soll? Ich öffne meinen Rucksack und holfe ein der Doesen mit Trockenfrüchten hervor. Den Rucksack setze ich wieder auf. Mit der Dose in der Hand gehe ich auf das Mädchen zu und halte ihr die Dose lächelnd hin.
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptyMo 22 Jun - 11:58

Noch immer habe ich diesen wundervollen Geruch vom Brotstand in meiner Nase, der mich regelrecht mit einer magischen Kraft anzieht. Jin Hoo und Woo Bin werden sich sicher freuen, wenn ich eines dieser frischen und lockeren Backwaren ergattern kann. Ich will mich gerade an den Händler wenden, als mir ein Mädchen mit braunen Haaren und unglaublich funkelnden braunen Augen eine Dose Trockenfrüchte entgegen hält. Ich erwidere ihr Lächeln etwas schüchtern und bemerke dabei, dass eine unverkennbare Traurigkeit in ihrem Blick liegt. Mir fällt auf , dass ich sie hier schon öfters auf dem Markt gesehen habe. Sie verteilt Briefe ,und ist eine Art Bootin für die Stadt. Ich glaube sogar gehört zu haben, dass sie stumm sein soll. Ich verneige mich halb vor ihr, dass ich dies schon immer aus meiner Familie war, und nehme die Dose mit einem weiteren Lächeln an.
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Anna*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptyMo 22 Jun - 12:19

Das Mädchen verneigt sich leicht vor mir und nimmt mir dann de Dose ab. Sie schaut mich musternd an. ich senke den Blick. denn ich habe das Gefühl, das sie mir bis auf die Seele gerade schaut. Und das brauche ich absolut nicht. Ich weiß auch so, das ich fehler gemacht habe. Und das ich die irgendwie wieder ausbügeln muss. Allerdings weiß ich nicht wie. Ich kaue auf meiner Unterlippe und überlege was ich jetzt tun soll. Ich hebe den Blick und schaue weder zu dem Mädchen. Sie scheint was ertauschen zu wollen. ich verbeuge mich ebenfalls einfach mal, so wie sie das eben auch getan hat. Aber dann wende ich mich ab und verlasse halb fluchtartig den Marktplatz.

tbc: Straßen der Stadt

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Cathal*
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptyDi 23 Jun - 2:03

Entgegen meiner Erwartung scheint sie meinen Rat tatsächlich anzunehmen und nimmt eine etwas merkwürdig aussehende Haltung in ihrem Sessel ein. Wie sie in dieser Position schlafen kann, ist mir ein Rätsel, aber Hauptsache sie tut es, alles andere kann mir egal sein. Ich für meinen Teil ziehe lieber auf das Sofa um, das zwar ein wenig zu kurz für meine Beine, aber eindeutig bequemer als die Sessel ist. Mein Gesicht ist der Tür zugewandt und aus dem Augenwinkel kann ich Katniss beobachten. Zufall? Ganz und gar nicht. Ich will gegen jede mögliche Bedrohung gewappnet sein und so habe bleibe ich fast voll ausgerüstet liegen. Lediglich die Waffen an meinen Knöcheln verstaue ich in meinem Rucksack, aber die Lederschienen mit den Dolchen unter meinen Ärmeln behalte ich. Angesichts dessen, dass ich mich lediglich mit einem von Angst und Sorge zerfressenen Mädchen, das in ihrem momentanen Zustand vermutlich nicht einmal eine Fliege erschlagen könnte, unter einem Dach befinde, ist meine Vorsicht zugegeben etwas übertrieben. Man könnte es auch Paranoia nennen. Doch die Vergangenheit hat mich gelehrt, dass nichts so sein muss, wie es scheint, und dass man nicht vorsichtig genug sein kann. Es ist keine Angst, die ich vor anderen Menschen habe, denn ich weiß hundertprozentig, dass ich mich wehren kann. Ich habe bisher ja auch alles überlebt, obwohl ich viel lieber mit Kayla oder Callum tauschen würde, wenn das möglich wäre. Schon oft habe ich mich gefragt, ob mich das Leben irgendwie verarschen will. Warum ich dabei zusehen musste, wie die beiden ermordet wurden, aber selbst ohne größere Verletzungen davon gekommen bin. Doch niemals habe ich mich beschwert, habe alles einfach so hingenommen, wie es kam. Ich bin zum Kämpfer geworden, aber das bedeutet nicht, dass mir die Gesellschaft anderer Menschen nichts mehr ausmacht. Sie versetzt mich unter Stress, erst recht, wenn meine Aufmerksamkeit nachlässt, so wie jetzt. Wenn ich mich dafür entscheiden muss, ob ich mich auf meine Umgebung konzentriere oder mir einen kurzen Moment der Schwäche erlaube. Doch diese Situation hier erlaubt mir keine Entscheidung für eine der beiden Seiten. Für unser Vorhaben muss ich fit sein und dafür muss auch ich mich ausruhen. Doch dafür auf jegliche Vorsichtsmaßnahmen verzichten? Niemals!

Eine ganze Weile liege ich wach, verfalle nur ab und zu in Sekundenschlaf, doch jederzeit in Alarmbereitschaft. Währenddessen frage ich mich zum hundertsten Mal, warum ich das hier eigentlich mache. Ach ja: Es geht darum, ihre Schwester zu retten. Wovor doch gleich? Vor einem Tribe, von dem sie nicht einmal weiß, ob er wirklich böse ist? Oder vor ihrem Bruder, was für mich noch immer wenig Sinn ergibt, wenn Sally doch freiwillig mit ihm weggegangen ist. Wie auch immer, aus irgendeinem Grund habe ich diesen Auftrag angenommen und ich bin kein Feigling, der jemand anderem in den Rücken fällt. Im Nachhinein betrachtet, waren es wohl eher meine Dämonen als mein Verstand, die mich dazu angestiftet haben. Der Wunsch danach irgendetwas zu tun, das mich von meinen eigenen quälenden Gedanken ablenkt. Der Wunsch danach etwas wieder gutzumachen, was nicht wieder gutzumachen ist. Im Grunde laufe ich nur vor mir selbst davon, aber wohin soll ich auch sonst gehen? Denn zurück kann ich nicht mehr… Doch Katniss hat noch eine Chance, im Gegensatz zu mir. Eine Chance, nicht von unsichtbaren Ketten gefangen gehalten zu werden, denen man nicht entkommen kann. Für sie ist es noch nicht zu spät, wenn sie es geschickt genug anstellt. Wenn wir es geschickt genug anstellen, korrigiere ich mich in Gedanken, denn noch immer will mein Verstand nicht ganz begreifen, dass ich wirklich freiwillig mit jemand anderem zusammenarbeite. Ob ich wirklich dazu bereit bin oder am Ende doch mein eigenes Ding durchziehe? Das wird sich zeigen. Und es wäre nicht das erste Mal, dass ich im Laufe der Zeit vom eigentlichen Auftrag abweiche, weil ich meiner Intuition folge. Doch zunächst einmal werde ich mich an das halten, wofür ich mich heute entschieden habe: Katniss zu helfen. Und dann warte ich einfach ab, wohin mein Weg mich führt. Genau wie immer… Und bisher hat mich das zumindest nicht umgebracht. Mit dieser einigermaßen beruhigenden Erkenntnis schlafe auch ich langsam ein. Es sind nur kurze Sequenzen und jede halbe Stunde wache ich auf, nur um festzustellen, dass alles in Ordnung ist. Und dann sinke ich wieder zurück in den Schlaf, doch nicht allzu tief. Jedes auch noch so leise Geräusch wird mich aufwecken. Die letzte Nacht, in der ich wirklich durchgeschlafen habe? Daran kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern.
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptyDi 23 Jun - 17:11

Nachdem ich aufgewacht bin, stelle ich fest, dass ich mich tatsächlich einigermaßen fit fühle und irgendwie erholt.
Ganz anders als ich gestern morgen auf der Farm aufgewacht war. Zwar war es schön in einem richtigen Bett zu schlafen und dort einen gewissen Komfort zu genießen. Aber andererseits war ich völlig darauf fokusiert, was mich wohl in der Stadt erwarten würde und das machte mir Angst. Ich fühlte mich gehetzt, doch innerlich auch wie betäubt. Alle meine Gedanken drehen sich um Sally und wie ich sie daraus holen kann. Vielleicht hat Darleens Anwesenheit das noch mehr verstärkt, weil sie mich so an meine Schwester erinnert. Gerne hätte ich sie mitgenommen, doch bin ich froh, sie so wenigstens in Sicherheit zu wissen.
Zwar macht mir diese ganze Situation immer noch angst und wütend zugleich, doch habe ich das Gefühl, nun zumindest einen vagen Plan zu haben. Naja, eigentlich scheint Cathal einen zu haben und darüber bin ich sehr froh.
Ganz leise rutsche ich auf den Boden neben meinen Rucksack, sammle das Brot heraus und schmiere ein paar davon. Dann krame ich noch zwei Äpfel aus dem Rucksack.
Wenn er mir schon hilft, will ich wenigstens zum Dank meine Vorräte mit ihm teilen. Auch wenn ich weiß, dass ihm das sicherlich nicht reichen wird - denn er schenkt mir seine kostbare Zeit, indem er mir hilft meine verworrene Vergangenheit zu retten und meine Schwester zu finden. Dafür gebührt ihm definitiv ein richtiger Lohn, doch was das sein wird, weiß ich nicht. Aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist.
Ich bin ihm jetzt schon zu Dank verpflichtet! Er hat mich ertragen und sich stillschweigend meinen Nervenzusammenbruch angehört, mir versichert, dass wir sie finden und es dazu auch noch geschafft mich zu beruhigen. Wie lange das so bleiben wird, kann ich nicht sagen.
Meine Psyche ist im Moment nicht die Beste, ich schwanke zwischen unausgeglichen, ratlos und mehr als nur labil in und her. Dazu kommt noch die unbendige Wut auf mich selber und Nick.
Hat er das alles geplant? Wollte er Sally einfach nur auf dem schnellsten Weg von mir trennen und hat mir bzw. uns diese ganzen traurigen Gefühle nur vorgemacht, weil er sich denken konnte, dass ich diese Neuigkeit so auffassen werde - völlig verstört und zutiefst verständnissvoll?
Ich weiß es nicht, doch hoffe ich bald Antworten darauf zu finden.
Eine ganze Zeit lang beobachte ich den schlafenden Jungen vor mir. Er ist rüber aufs Sofa gewandert, mit dem Blick zur Tür und zu mir. Wirklich angenehm und erholsam sieht es nicht aus, seine Lider flattern immer wieder. Er wirkt in dieser Situation gehetzt und schreckhaft, es scheint als sei er innerlich ebenso zerrüttet wie ich und auf alles gefasst.
Ich frage mich unweigerlich, wie lange es wohl her ist, dass er eine Nacht richtig durchgeschlafen hat ohne Angst und was er wohl erlebt hat, dass er dieses Einsiedler-Leben gewählt hat und das Zusammenleben mit anderen ablehnt. Denn dieses Gefühl habe ich immer mehr - er ist es nicht gewohnt so eng mit anderen zusammen zu sein. Wahrscheinlich erledigt er seine Jobs auch immer alleine.
So viele Gedanken gehen mir im Kopf herum und ich überlege, ob er mir seine Geschichte auch anvertrauen würde. Sie würde mich mit Sicherheit von meiner eigenen ablenken - aber vielleicht ist genau das auch sein Gedanke...lieber nimmt er sich mir an um nicht über seine eigenen Probleme nachzudenken.
Wieder kommen mir meine Träume von heute Nacht in den Sinn, die völlig durcheinander gewürfelt waren und für mich ohne Zusammenhang - vielleicht haben wir mehr gemeinsam als ich es mir vorstellen kann. Ich werde auf jeden Fall versuchen dem auf den Grund zu gehen, doch dafür muss ich behutsam sein, darüber bin ich mir sicher. Denn mein Gefühl sagt mir, dass er sonst völlig dicht macht und ich wieder auf mich alleine gestellt bin. Doch ich würde ihm gerne helfen auch seine Dämonen zu bekämpfen, so wie er mir gerade hilft.
Seine bloße Anwesenheit löst bei mir das Gefühl aus, dass wir es schaffen werden und mehr über diesen Tribe und Sally herausfinden werden. Was dann passiert kann ich nur mutmaßen, vielleicht schaffen wir es sie daraus zu holen oder ich bin tatächlich dafür verdammt geduldig zu sein, wie er es schon befürchtet hat.
Die ganze Zeit über betrachte ich ihn, mein Gesicht ist völlig ausdruckslos. Das Feuer in mir ist zumindest für die nächsten Stunden, vielleicht auch Tage unter Kontrolle und ich hoffe, dass ich es schaffe mich nicht wieder so vor ihm zeigen zu müssen. So völlig ohne Halt und Boden, ängstlich, panisch, heulend. Für mich ist das so als hätte ich ihm mein Innerstes gezeigt und bisher hatte ich dann immer das Pech, dass mir das zum Verhängnis wurde.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptyFr 26 Jun - 22:35

Überraschend schaue ich dem Mädchen hinterher, die sich ebenfalls mit einer kleinen Verneigung auch schon wieder verabschieden tut. Habe ich etwas falsch gemacht? Oder hat sie gemerkt, dass ich ihr die Traurigkeit angesehen habe ?Verdutzt halte ich ich immer noch die Dose mit den Trockenfrüchten in den Händen, ehe ich sie in meinem Rucksack verschwinden lasse. Dabei hole ich auch gleich das glitzernde Armband hervor, dass ich eben erst bekommen habe. Ich schaue es mir genauer an. Es ist wirklich ein hübsches Schmucktstück,, trotzdem wäre es zu egoistisch es zu behalten. Also wende ich mich an den Händler, der mich schon etwas misstrauisch beäugen tut, da ich wie angewurzelt vor ihm stehe. Ohne ein Wort zu sagen, halte ich es ihm hin. Mit erwartungsvollem Blick , schaue ich zu, wie er es für einen Moment in Augenschein nimmt, mir zunicken tut, mir eines der frischen Brote in eine kleine Tüte packt, und ich es anschließend mit einer dankenden Verneigung entgegen nehme. Kurz darauf entferne ich mich etwas von den Ständen, vollgepackt mit dem Rucksack, der Tüte mit dem Brot, und meinem Gitarrenkoffer. Der Markt füllt sich immer mehr und mehr, und ich halte Ausschau nach meinen Brüdern. Hmm, eigentlich müssten sie doch längst hier sein? Wurden sie vielleicht aufgehalten? Ich schirme meine Augen mit den Händen ab,und schaue zur Sonne hoch. Es muss jedenfalls Mittags sein. Ich mache ein nachdenkliches Gesicht, und kratze mich am Kopf. Ich lasse meine Augen nochmal prüfend über die Menschenmenge gleiten , als ich plötzlich sehe, wie zwei Jungs , ungefähr 11 oder 12, mit Stöcken auf einen kleinen Hund einhauen, und sichtlich Spaß an dieser Sache haben. Ich schaue mich um, sich niemand scheint auch nur ansatzweise etwas dagegen tun zu wollen. Na gut, dann werde ich mich mal höchstpersönlich um diese Rotzgören kümmern. Ich zeige mit dem Finger auf sie. Hey!, brülle ich. Sie schauen zu mir rüber, genau wie einige Leute auf dem Markt , ehe sie lachend, mit dem Hund auf dem Arm, los laufen. Na wartet! Ich setze mich so gut es eben mit dem ganzen Gepäck geht in Gang, und laufe los...

tbc: Feldweg hinter Sektor 4
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptySo 28 Jun - 1:36

Ein leises Rascheln reißt mich zurück ins Hier und Jetzt. Ich halte die Augen geschlossen, verlasse mich ausschließlich auf mein Gehör, doch was auch immer es ist, es hört sich harmlos an. Und das Wichtigste: Es kommt nicht näher. Keine Schritte oder Ähnliches und das ist mir auch ganz recht so. Mir ist bewusst, wo ich mich befinde und mit wem, und nach den letzten Stunden bin ich mir ziemlich sicher, dass von ihrer Seite aus keine Gefahr droht. Doch wirklich scharf auf Konversation bin ich gerade noch nicht. Sonderlich viel Schlaf brauche ich eigentlich nicht, oder besser gesagt, mein blöder Kopf ist der Meinung, dass er mich bei Bewusstsein viel besser quälen kann, wie auch immer man es sehen mag. Die bisherige Anspannung jedoch hat dafür gesorgt, dass ich mich nach der kurzen Zeit eindeutig noch nicht dazu berufen fühle die Welt zu retten. Mein Körper fühlt sich an wie nach einem Marathon, zumindest dem Muskelkater nach zu urteilen.
Nach einer Weile ist es wieder still und ich sehe das als Bestätigung, noch ein wenig weiter zu dösen. Wenigstens bleiben mir heute die Albträume erspart, da ich genügend mit dem Hier und Jetzt zu tun habe. Ganz offensichtlich hat Katniss nicht vor, mir im Schlaf die Kehle aufzuschlitzen. In dem Fall hätte sie es wohl schon getan und wahrscheinlich ist das der Grund dafür, dass ich tatsächlich noch einmal einschlafe. Zumindest fühlt es sich, als ich wieder bei Bewusstsein bin, so an als hätte ich geschlafen. Ich kann mich dunkel an ein paar Sekunden Traumfetzen erinnern, oder bilde ich mir das nur ein? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wann und wie lang ich tatsächlich weg gewesen bin, die ganze Nacht ist ein einziges schwarzes Loch, fast so als hätte sie nicht existiert, aber das ist eine willkommene Abwechslung. Ich wünsche, ich könnte mein halbes Leben in dieser Art und Weise vergessen. Zumindest tut mein Rücken nicht mehr weh und auch meine Gliedmaßen fühlen sich so an als wären sie wieder bereit zu funktionieren.
Noch immer ist es totenstill, verdächtig still, und ich habe das merkwürdige Gefühl beobachtet zu werden. Für gewöhnlich lassen mich meine Instinkte nicht im Stich und gerade wenn man seine Zeit normalerweise allein verbringt, scheinen sich Blicke förmlich in die eigene Haut zu brennen. „Hat dir noch nie jemand gesagt, dass es unhöflich ist, andere Leute anzustarren?“ Ein Hauch von Belustigung schwingt in meiner Stimme mit, denn ich kann ihr keinen Vorwurf machen, immerhin habe ich selbst eingewilligt meine Zeit mit ihr zu verbringen. Ich öffne die Augen und tatsächlich sitzt sie mir gegenüber und sieht erstaunlich ausgeschlafen aus. Oder vielleicht ist es auch nur wieder das Adrenalin, das sie wach hält. So ganz kann ich das noch nicht deuten, aber ich habe nicht vergessen, dass sie am liebsten so schnell wie möglich aufbrechen und nach ihrer Schwester suchen würde. An ihrer Stelle ginge es mir nicht anders. „Hättest mich ruhig wecken können“, sage ich daher, bevor ich mich schwungvoll aufsetze, bereit für alles, was kommen mag.
Wenn ich ehrlich bin, habe auch ich nicht vor, hier Wurzeln zu schlagen. Es ist durchaus auch in meinem Interesse, diese Sache hier so schnell wie möglich durchzuziehen. Denn auch wenn Katniss im Gegensatz zu den meisten anderen Gestalten, die in dieser Stadt so rumlaufen, eine eher angenehme Gesellschaft ist, kann ich es doch kaum abwarten wieder allein zu sein. Ich bin es nicht gewohnt, ständig unter Beobachtung zu stehen, mich anzupassen oder zu funktionieren, irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen. Dass für meine Auftraggeber das Ergebnis zählt, ist klar. Aber die Art und Weise, wie ich es tue, was ich genau tue, bleibt im Normalfall meine Sache. Doch jetzt werde ich für eine Weile damit klarkommen müssen, dass jeder meiner Schritte kritisch betrachtet und bewertet wird. Nicht, dass mich das in irgendeiner Form beeinflussen würde. Ich handele noch immer so, wie ich es für richtig halte. Doch so ganz wohl fühle ich mich nicht dabei, denn jeder, der mich etwas genauer kennt, kann mir auch früher oder später gefährlich werden, wenn er es will.
Ich für meinen Teil wäre also fast sofort bereit aufzubrechen, auch wenn sich mir noch immer die Frage stellt, wo wir anfangen sollen zu suchen. Womöglich hat sie ja doch irgendeinen Anhaltspunkt, den sie gestern in ihrer Panik übersehen hat. Zumindest sieht sie jetzt stärker aus und hat wieder etwas mehr Farbe im Gesicht. Doch nachfragen will ich im Moment besser nicht, wer weiß, ob ich damit nicht wieder einen wunden Punkt treffen würde. Also warte ich einfach erst einmal ab. Das ist in den meisten Fällen sowieso die beste Strategie.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptySo 28 Jun - 17:05

Das ist wirklich eine gute Idee, auch mir fehlt Nicolas langsam muss ich wirklich zugeben.
Ich muss lächeln, denn dieses Gefühl hatte ich vorher noch nie bei einem Jungen.
Dann folge ich Patricia und wir laufen zurück zu unserem Haus
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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptyDo 2 Jul - 16:37

Cathals Augenlider zucken und er scheint aufgewacht zu sein, denn er sagt mir mit noch geschlossenen Augen, ob mir klar ist, dass es unhöflich ist Leute anzustarren.
Ich muss lachen, doch sage nichts direkt dazu. Als er die Augen öffnet und sich schwungvoll aufsetzt sage ich ich hab nochmal über alles von gestern nachgedacht und das deine Worte wirklich etwas ausgelöst haben in mir. Sie haben mich zum nachdenken gebracht und gezeigt, dass ich so vorraussichtlich wirklich nicht weiterkomme...wir brauchen einen Plan...aber wie der aussehen soll, weiß ich nicht...hast du eine Idee? frage ich direkt los und mustere ihn aufmerksam. Da ich bereits gestern gemerkt habe, dass ich mit meiner offensiven Art, gemischt mit diesen heftigen Gefühlen nicht weit kommen werde, überlasse ich ihm die Führung. Er wird schon wissen was wir tun könnten und was uns weiterbringt.
Wieder schleicht sich dieses Gefühl in mir hoch, dass wir mehr gemeinsam haben als ich denke und das er sowas in der Art vielleicht selber schon einmal durchgemacht hat - jemanden, den er liebt, retten zu wollen.... Eine besondere Weise umgibt ihn, er wirkt stark und weiß mit Sicherheit was er will und wie er es bekommt, doch da ist definitiv noch mehr, was er nicht zeigen will.
Außerdem scheint ihn meine Anwesenheit nicht zu stören, vielleicht etwas zu verunsichern, aber wen würde es in Anbetracht meines Ausbruches gestern wundern? Wahrscheinlich ist er auch einfach nicht so viel mit anderen Menschen zusammen. Was uns wieder eine Gemeinsamkeit einbringt, denn mir geht es ähnlich. Große Menschenmengen sind am Schlimmsten, ich bin lieber für mich. Das war ich schon immer und mit meiner aufbrausenden, zornigen und zielstrebigen Art mache ich es nicht unbedingt besser. Trotzdem ist es mir lieber so, denn dann sind meine Freunde auch wahre Freunden und nicht nur welche, die sich etwas von mir erhoffen.
Ich ertappe mich dabei, wie ich ihn weiter anstarre und lenke das Thema etwas um, zumindest ist es ein Versuch.
Ich wollte dir ein bisschen Ruhe von mir gönnen und ich hab dann, als ich wach wurde, Frühstück gemacht, nichts besonderes, aber es macht satt.
Bedien dich
meine ich dann, nehme mir ein Brot und esse es. Ich reiche ihm auch die Wasserflasche, nachdem ich einen Schluck genommen habe. Auch wenn ich nicht weiß, ob das zu weit geht. Denn nicht jeder mag sowas, aber ich habe keine Gläser und wenn er nichts eigenes mit hat und nicht verdursten will, bleibt ihm nichts anderes übrig.
Es ist bereits früher Nachmittag, also sollten wir demnächst direkt aufbrechen, wohin auch immer. Aber ich denke es wäre nicht so klug noch eine Nacht hier zu bleiben. Vielleicht könnten wir auch den Schatten der Nacht nutzen uns dort beim Vergnügungspark einmal umzusehen erkläre ich meine Idee und warte ab, wie er sie finden wird und ob sie überhaupt sinnvoll wäre.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptySa 4 Jul - 2:40

Dass sie jetzt so klar im Kopf ist und selbstkritisch über ihr eigenes Verhalten nachdenkt, habe ich so nicht erwartet und bin positiv überrascht. Ehrlich gesagt habe ich gestern einfach nur improvisiert und das ausgesprochen, was mir in dem Moment in den Sinn kam. Dass ihr das wirklich helfen würde, dessen war ich mir mehr als unsicher. Anscheinend habe ich gerade ein weiteres verborgenes Talent von mir entdeckt: Reden. Und noch in der Sekunde, in der das langsam zu mir durchsickert, werde ich dazu bereits wieder aufgefordert. Ich nicke entschlossen, denn es ist nicht das erste Mal, dass ich mit nur wenigen oder praktisch gar keinen Informationen losziehe, und es gibt ein paar grundlegende Regeln, die man beachten sollte, wenn man nur eine einzige Chance hat und diese nicht verspielen will. „Denk immer daran, dass wir es sind, die etwas von ihnen wollen… Nicht umgekehrt. Und wir wissen nicht, mit wem wir es zu tun haben. Das ist das erste, was wir herausfinden müssen. Aber nach außen hin gehen wir fürs erste davon aus, dass sie friedliebende Menschen sind, die uns nicht direkt den Kopf abhacken. Wir halten uns zurück, warten ab, wie sie sich verhalten, und reagieren einfach nur. Kämpfen werden wir nur, wenn wir angegriffen werden… Beziehungsweise wenn es sein muss.“ Natürlich kann man auch weitaus drastischere Methoden anwenden, um an Informationen zu kommen. Wenn es gar nicht anders möglich ist, werden wir darauf zurückgreifen müssen. Doch zunächst einmal sollten wir es auf normalem Wege versuchen. Jemand, der grundlos auf andere Menschen zugeht, sie schlägt oder foltert… Nein, so bin ich einfach nicht. Und das soll sie ruhig wissen. Ich lasse mich nicht zum Spielball irgendwelcher Privatfehden machen. Ganz abgesehen davon, dass selbst die härteren Mittel nicht automatisch bedeuten, dass man mit ihnen zum Ziel kommt. „Alles andere sehen wir, wenn wir da sind.“ Für den Anfang wird sie damit vermutlich auch schon genug zu tun haben. Wenn man darin ungeübt ist, ist es gar nicht so leicht die Ruhe zu bewahren. Im Moment macht sie das ziemlich gut, aber sobald sie mit diesen Leuten in Kontakt kommt, wird die Sache ganz anders aussehen.

Ich bin wieder vollkommen im ‚Arbeits’modus, wenn man das so nennen kann. Einzig und allein meine neue Aufgabe erfüllt meine Gedanken, den Rest der Welt blende ich aus. Dazu gehören dann auch gern mal solch belanglose Dinge wie Essen. Gelegentlich vergesse ich das einfach, so lange, bis mein Körper sich meldet. Katniss dagegen scheint nur allzu gerne unsere Versorgung zu übernehmen und ich finde, das ist ein fairer Deal. Solange ich mir um so etwas keine Gedanken machen muss, habe ich mehr Zeit, mich auf meinen Auftrag zu konzentrieren. „Danke.“ Ich fülle meinen Magen so weit, dass ich für die nächsten Stunden fit genug bin, und auch das Wasser nehme ich gerne entgegen. Wenn sie selbst davon trinkt, wird es mich schon nicht umbringen und alles andere ist mir egal. In meiner Welt geht es einzig und allein ums Überleben. Jeglichen Luxus habe ich mir abgewöhnt und erst recht erlaube ich mir keinerlei Illusionen darüber, dass die Situation dort draußen sich irgendwann bessern wird. Jeder tut das, was für ihn das Beste ist. Darum, welche Konsequenzen ihr Verhalten für andere Menschen haben könnten, scheren sich die wenigsten.

Katniss wirkt erstaunlich ruhig und gefasst, beinahe teilnahmslos im Gegensatz zu gestern. Ich habe keine Ahnung, was mit ihr passiert ist, aber wir sollten diesen Zustand nutzen, bevor er vorüber ist. „Ein Vergnügungspark also.“ Ich weiß nicht warum, aber ich muss grinsen. Dort draußen herrscht der reinste Irrsinn, Menschen töten sich gegenseitig, bestehlen sich oder machen sich anderweitig das Leben zu Hölle. Und mitten in diesem Chaos gibt es ein paar Leute, die in einem Freizeitpark hocken und ihren Spaß haben? Die Kämpfe um sich herum ignorieren und sich ein letztes Bisschen heile Welt bewahren? Der Gedanke gefällt mir. Auch wenn diese Leute laut meiner Auftraggeberin selbst eine Menge Dreck am Stecken zu haben scheinen. Weshalb ich auch direkt wieder ernst werde. Dennoch erscheint mir das Ganze etwas surreal und ich bin gespannt darauf, mir mein eigenes Bild davon zu machen. „Ich bin quasi schon fertig. Gib mir fünf Minuten. Ob wir uns diesen Park besser bei Tag oder bei Nacht ansehen, wird sich noch herausstellen.“

Ich schnappe meinen Rucksack und verschwinde in einem kleinen abgetrennten Raum, der wohl früher mal das Badezimmer gewesen sein sollte. Mir ist eingefallen, dass ich nicht gerade vorteilhaft gekleidet bin. Mir fehlt ein größerer Teil meines Shirts und noch immer befindet sich getrocknetes Blut an meiner Jacke, das man dank der dunklen Farbe zwar nur bei eingehender Betrachtung sieht, das mich aber im Zweifel vor diesem Tribe nicht sonderlich vertrauenserweckend aussehen lässt. Glücklicherweise habe ich grundsätzlich Klamotten zum Wechseln dabei. Wenn man sich weitgehend im Freien aufhält und sich ab und an den einen oder anderen Kampf liefert, ist das ziemlich praktisch. Nachdem ich mich umgezogen habe und eine fast identische Kapuzenjacke trage, verstaue ich wieder sämtliche Waffen unter meiner Kleidung, die ich für die Nacht abgelegt hatte. Das zerrissene Shirt lasse ich einfach hier liegen, den Rest werde ich später waschen. Unwillkürlich muss ich an Ebony denken, an die lebensgefährliche Wunde, die sie ohne weiteres hätte töten können, und wieder einmal frage ich mich, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Hat der Virus nicht schon genug Menschenleben gefordert? Muss man danach wirklich noch weiter morden? Es ist mir unverständlich, wie man so verantwortungslos sein kann. Doch was in anderen Köpfen vorgeht, kann ich nicht ändern. Ich kann höchstens versuchen zu verhindern, dass es noch mehr Opfer gibt. Dafür bin ich zu jeder Zeit bereit. Voll ausgerüstet stehe ich daher kurze Zeit später wieder vor Katniss. „Fertig“ ist alles, was ich sage.

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptySa 4 Jul - 9:54

Cathal scheint sichtlich überrascht zu sein über meine Veränderung und innere Ruhe. Und auch ich bin leicht verwundert darüber und sehr erleichtert, aber aus irgendeinem Grund fühle ich mich tatsächlich ruhiger und ich glaube, das liegt an ihm. Er hat ohne irgendetwas zu bewerten einfach zugehört und mich reden lassen, mich nicht unterbrochen und keine halb gut gemeinten Ratschläge oder ähnliches gegeben, das hat mir wahnsinnig gut getan.
Er gibt mir nun ein paar Anregungen, die ich bedenken sollten für unsere nächsten Schritte und nich nicke. Verstanden meine ich dann noch, damit er sieht, dass ich mir wirklich bemühe und es nach bestem Willen auch versuche unauffällig zu sein.
Doch mein inneres Gefühl sagt mir, dass ich das auch schaffen werde. Ich muss einfach!
Mir fällt auf, dass Cathal gleich wieder eine andere "Haltung" annimmt, etwas verändert sich an seinem Auftreten, er wirkt vollkommen ernst und aufmerksam, alle anderen Emotionen verschwinden aus seinem Gesicht. Wahrscheinlich macht er sich so bereit für seinen Auftrag.
Ich könnte das nicht, dafür lasse ich mich zu oft von meinen eigenen Gefühlen leiten und kann sie kaum verbergen. Daher wird es wirklich eine Herausforderung für mich werden in Sallys Nähe zu sein, aber nicht direkt loszuschreien und sie darauszuholen. Aber etwas von seiner Art färbt auf mich ab, beruhigt mich und bringt mich dazu nicht wieder die Verrückte zu sein, die blind auf ihr Verderben zuläuft.
Er bedankt sich fürs Essen und trinkt auch etwas. Als ich ihm erzähle, wo wir nun hin müssen, huscht ein schelmisches Grinsen über sein Gesicht. Ja genau, verrückt oder? Wobei sie sich ein gutes Plätzchen ausgesucht haben, drum herum ist auch nur Wald sage ich ebenfalls grinsend.
Ich überlege, wann ich das letzte Mal in einem war und kann mich nicht daran erinnern. Wahrscheinlich war ich noch nie in einem, denn mir war die Natur schon immer lieber. Ich bin einfach kein typisches Mädchen, denn ich war auch noch nie wirklich schoppen. Meine Kleidung besteht immer eher aus praktischen Sachen, unauffällig und gemütlich.
Außer als ich mit Sally zusammen war huscht es mir durch den Kopf, doch schnell wische ich die Gedanken beiseite und konzentriere mich auf Cathal.
Er geht sich kurz frisch machen und ich mache es ihm gleich. Mein Weg führt mich zur kleinen Kochnische in dem Raum. Dort wasche ich mir Hände und mein Gesicht mit dem Wasser aus der Flasche. Auch meine Jacke ziehe ich aus und stopfe sie in meinen Rucksack, darunter trage ich ein schwarzes Tanktop mit einigen grauen Akzenten, die schwarze Hose sieht auch noch passabel aus, daher lasse ich sie an. Meine Haare käme ich grob mit meinen Fingern, als Cathal zurück kommt. Schnell flechte ich mir meine langen Haare zu einem Bauernzopf, damit sie mich nicht behindern. Dann schultere ich meinen Rucksack und den Köcher und lege den Bogen über die Schulter. Ich auch meine ich, auf meinem Gesicht liegt ein leichtes Lächeln. Denn ich bin sehr gespannt wie es nun weitergeht, Aufregung macht sich in mir breit und auch etwas Angst kommt mit hoch.
Wir müssen es schaffen! Wir werden es auch schaffen! sage ich mir innerlich und blicke mich dann nochmal im Raum um. Dann verlasse ich hinter dem Jungen den Raum.

tbc: Feldweg hinter Sektor 4

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BeitragThema: Re: Märkte der Stadt   Märkte der Stadt - Seite 9 EmptyFr 7 Aug - 14:32

cf: Altes Lagerhaus

Tatsächlich hatte es draußen angefangen zu regnen . Doch dafür, dass das Wetter nicht das  Beste , war der Markt gut befüllt gewesen. Lee-Min störte der Regen gänzlich wenig, lediglich dem kleinen Hund , der ihr langsam an der Leine folgte, merkte man an ,dass er den Regen nicht so mochte. Ob er wohl mal schlechte Erfahrungen mit Wasser gemacht hatte? Sie erinnerte sich zurück an Gestern, als sie die zwei Jungs entdeckt hatte, die gerade dabei waren, Puppy zu quälen. Warum haben sie dem kleinen Tier, so etwas Schlimmes angetan? Dem besten Freund des Menschen. Wer weiß ,wie lange sie ihn schon so  behandelt hatten? Aber zum Glück war ja alles noch mal gut ausgegangen. Dank Chuck. Als ihre Gedanken zu ihm wanderten, musste sie automatisch lächeln, und blieb stehen. Jetzt musste sie nur noch raus finden , wo er lebte,genug Menschen gab es hier ja gerade,die sie fragen konnte. Bestimmt würde jemand wissen, wo sein Stamm , die Techkelz zu finden war. Oder war es Technos?


Sie fing an , auf die Leute zuzugehen ,und sie zu fragen. Doch die schienen alles Andere als begeistert zu sein. Die meisten lachten sie einfach nur aus ,und ignorierten sie dann , während manche ihr wiederum den Vogel zeigten, und Lee-Min ansahen, als würde sie verrückt sein. Nach einer Weile überlegte sie, ob es überhaupt einen Sinn hatte sich weiter durch die Menschenmenge zu fragen. Sie hatte das Gefühl ,als ob sie etwas wussten, es ihr dennoch aber nicht sagen wollten. Hatten sie Angst, oder war es eher Respekt? Seufzend ging sie weiter, nur um nach ein paar Minuten wieder Stehen zu bleiben. Nein, sie würde nicht aufgeben. Sie würde ihn finden! Lee-Min biss sich auf ihre Unterlippe und blickte überlegend drein. Der Nächste, der an ihr vorbeikommen würde , den würde sie so lange auf die Nerven gehen, bis sie wusste wo  Chuck´s Tribe lebte. Zumindest wenn sie bei dem- oder derjenigen das Gefühl beschleichte, etwas zu wissen. Ein Junge, ungefähr ein oder zwei Jahre jünger als Lee-Min, ging langsam an ihr vorbei. Eine schwarze Uniform bedeckte sein Körper, und seine blonden Haare waren nach hinten gegelt. Du!, rief sie ihm laut hinterher, und zeigte mit dem Finger auf ihn. Der Junge blieb stehen, drehte sich zu ihr um, und beäugte sie abfällig. Was willst du , Mädchen?, fragte er . Kennst du die Technos? Und kannst du mir sagen, wo man sie finden kann? Der Junge machte große Augen, und fing plötzlich an zu lachen. Doch im Gegensatz zu den Leuten , die sie bis jetzt gefragt hatte, verfiel er schon in eine Art Lachanfall. Sie warf ihm einen verwirrten Blick zu. So witzig war das auch nicht , was sie ihn da fragte, oder? Hey, Mädchen, wo lebst du eigentlich ? Der Junge schien ihr von mal zu mal merkwürdiger zu werden. Kurz blickte sie zu seiner Stirn hoch , und sah das dort ein großes T prangte. Ich wohne hier in der Stadt. Er sah sie noch merkwürdiger an. Ahja. Für mich wirkst du eher als, ob du hinter´m Mond leben würdest. Lee- Min`s Blick wurde nun etwas ernster. Ok , dann ebend nicht. Aprupt drehte sie ihm den Rücken zu , und wollte gerade wieder weitergehen. Hey, was würde ich dafür bekommen, wenn ich es dir sagen würde? Immer noch war ihr  Rücken dem blondhaarigen Jungen zugedreht. Ein Lächeln huschte über ihre Lippen. Sie drehte sich wieder zu ihm herum, nahm ihren Rucksack ab, öffnete diesen und hielt ihm ein Päckchen Schokolade hin. Er schien kurz zu überlegen, und riss es ihr die Schokolade  aus der Hand. Dann deutete er in eine Richtung. Du musst da lang, ins Verwaltungsbezirk. Wenn du da angekommen bist , ist dort ein großes Gebäude auf dem "Vero Centre " steht. Vorrausgesetzt du kannst lesen, fügte er frech hinzu.  Lee-Min formte ihre Augen zu schlitzen, und streckte ihm die Zunge entgegen. Sie drehte sich um, und ging weiter. Wird aber nicht leicht sein dort reinzukommen, rief er ihr hinterher und fing wieder an zu lachen. Sie ignorierte seine letzten Worte. Wichtig war , dass sie jetzt wusste , wo Chuck lebte. Ein erleichtertes und erfreuliches Gefühl machte sich in ihr breit. Jetzt musste sie nur noch die Stände nach einem passendem Geschenk für ihn absuchen. Möglicherweise, war Chiara ja noch bei ihm , und ist mit ihm mit nach Hause gegangen. Den Gedanken fand sie toll, dann würde sie sie auch wiedersehen. Grinsend beschloss sie , sich auch nach einem passendem Geschenk für Chiara umzusehen.

Nach einer Weile hatte sie schon etwas  für Chuck besorgen können. Es war eine lange Zigarre. Lee-Min fand , dass diese irgendwie gut zu ihm passen würde. Chuck wirkte sehr männlich und erwachsen. Sie kannte dies von ihrem Vater, der ab und zu auch eine Zigarre geraucht hatte. Nach Chiaras Geschenk , musste sie länger suchen. Hmm , was könnte zu ihr passen, Puppy?, fragte sie ihren Hund. Chiara hat lange braune Haare , dunkle Augen , und wirkt sehr weiblich. Alles in allem ist sie eine hübsche Frau. Lee- Min überlegte  laut weiter, und ließ ihre Augen über einen Schmuckstnd gleiten. Wenn ich sie jetzt mit einem Wort  beschreiben müsste ,welches wäre es? Hmm. Chiaras sagt was sie denkt. Sie war ...feurig.Ihr fiel eine Kette mit einem Symbol ins Auge.  Ja Genau, ich habs! Feuer!, rief sie ihre Idee laut aus, und hatte nicht daran gedacht , dass sie in einer Menge von Kindern und Jugendlichen  stand , die sich erschrocken umsahen. Feuer, wo? , fragten sie schon fast panisch durcheinander. Lee- Min drückte sich die Hand gegen den Mund. Ohje, was hab ich jetzt angerichtet?. Schnell machte sie sich daran, ihre Sachen gegen die Kette für Chiara einzutauschen, verstaute sie sie , und ging dann mit Puppy weiter. Sie wollte nicht noch mehr für Ärger sorgen....

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