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The Tribe-Community | Über die TV Serie „The Tribe - Eine Welt ohne Erwachsene“ u. v. m.! | Seit April 2012
 
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 Ställe

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BeitragThema: Ställe   Ställe EmptySo 25 Jan - 14:48

In den Ställen sind die Pferde und Kutschen des Tribes inklusive der ganzen Ausrüstung untergebracht. Es gibt zudem mehrere Kammern und ein spartanisches Badezimmer auf dem Heuboden, wo die Stallburschen wohnen können. An der Wand, die den Boxen gegenüberliegt sind die Sättel auf ihren Halterungen und die dazugehörigen Zaumzeuge an Haken verstaut. Es gibt zudem einen Holzschrank, in dem alle möglichen Dinge und Pflegeprodukte verräumt sind.
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BeitragThema: Re: Ställe   Ställe EmptyDi 5 Mai - 16:29

cf: Heart Chamber of Sacré Coeur

Der Hof ist in der Nacht wie leer gefegt. Bloß die Wachen an den Toren zollen wie immer ihren Dienst, um gegen einen Einfall eines fremden Tribes - sollte noch jemand anderes auf die Idee kommen, das Schloss für sich beanspruchen zu wollen, was gar nicht so unwahrscheinlich ist - schnell genug vorgehen zu können oder die Rückkehr des Königs mit den restlichen Tribemitgliedern, die noch fehlen, rechtzeitig zu bemerken, weil die Party dann wohl schon steigen würde, egal welche Tageszeit gerade herrscht oder ob die Vorbereitungen bereits abgeschlossen sind oder nicht. Aktuell wandle aber nur ich außer der Regel über den Hof. Im Stall ist das Licht bereits erloschen, nur in einem Fenster der Kammer eines Stallburschen flackert noch Kerzenlicht. Damit sofort bemerkt werden kann, falls etwas mit einem Tier nicht stimmt, denn auch wenn es eine Last sein kann, zu Zeiten der Nahrungsknappheit auch noch Pferde mit durchfüttern zu müssen, könnte man aus dem Hafer, den sie bekommen auch Mehl für Brot machen, sind sie alle wertvolle Wegbegleiter, ohne die wir nicht so weit gekommen wären, wie zu diesem Zeitpunkt. Sie tragen einen Großteil unserer Lasten, ziehen unsere Kutschen und sind um einiges lautloser und vorteilhafter als ein elektrisiertes Fahrzeug, für das man außerdem immer Benzin bräuchte und das gar nicht zu unserer Lebensweise passen würde.
Ich betrete den Stall und atme den Geruch des Heus ein. Wir haben es auf einer der Wiesen geschnitten, die bei unserem letzten Lager gelegen hatte und von einem verlassenen Bauernhof einen Heuwagen mitgehen lassen, um das Zeug zu transportieren. Es war auffällig, aber absolut nötig, vor allem, wenn wir nicht immer Weiden in unserem Besitz hatten, auf denen die Pferde später Grasen könnten und sie mussten stark sein für unsere Überfälle, Jagden und Spiele. Wo genau die ganzen Pferd herkommen - es sind wohl etwas um die dreißig, eine riesige Zahl so an sich - weiß ich nicht, ich vermute jedoch, dass nach dem Virus kaum einer sich damit beschäftigt hatte, zuerst Pferde aus ihren Ställen von Reiterhöfen oder sonstigen Unterbringungen zu retten, sodass einige wohl qualvoll verendet sind, wenn sie nicht aus ihren Boxen herauskamen und keiner mehr da war, der ihnen Futter und Wasser brachte. Darum war es für die, die es doch getan hatten, ein Glücksfall. Persönliche Beziehungen zu den Tieren pflegte aus dem Adel jedoch kaum einer, für die meisten waren es bloß Mittel zum Zweck, Arbeitstiere, die zu gehorchen hatten, genauso wie die Diener, nur dass es bei Pferden noch seltener vorkam, dass sie rebellierten oder untergründig Intrigen planten. So gab es bis auf die Tiere des Königspaars und wenige andere auch keine, die jemand immer für sich beanspruchte und als sein Eigen ansah, viele hatten nicht einmal mehr Namen. Bei meinem war es anders. Ich hatte es erst relativ spät gefunden, in einem Wald beim jagen, wo es offensichtlich wild lebte, denn es erinnerte mich vom ersten Augenblick an einen wilden Mustang, so wie ich sie damals auf Reisen in Amerika auch im Indianerreservat gesehen hatte.
Ich erinnere mich gern an diese Zeit zurück, in der ich meinen Mädchentraum, den auch ich durchmachte und mir somit ein eigenes Pferd wünschte, erfüllen konnte, wenigstens zum Teil, denn bei den Indianern lernte ich reiten, auf halbwilden Pferden, die sich so sehr von den geschulten in Reitschulen unterschieden, bei denen man das lodernde Feuer in ihnen noch spürte und nie wusste, wann sie wie reagieren, ob sie einen akzeptieren oder die kalte Schulter zeigen würden. Es war unbeschreiblich gewesen an der Seite der Indianerkrieger und Mädchen auf einem ihrer Pferde über die Prärie zu galoppieren, während der Wind einem die Haare ins Gesicht schlug, der ständige Respekt davor, herunterzufallen, was alles beenden könnte, unaufhörbar Adrenalin durch den eigenen Körper pumpte und ich außerdem wusste, dass meine Mutter einen halben Herzinfarkt erleiden würde, fände sie heraus, dass ihre Dreizehnjährige Tochter sich so in Lebensgefahr brachte, was mich wiederum grinsen ließ. Sie war einiges von mir gewohnt, es gelang dennoch desöfteren aufs Neue, meinen Vater und sie zu schockieren. Verbote sprachen sie hingegen nie aus, weil sie wusste, dass sie nicht wirksam sein würden. Dazu hatte ich sie zu sehr mit meiner süßen engelhaften Art in der Hand, die ich perfekt aufsetzen konnte, wann immer ich wollte. Tat ich das, war ich das Prinzesschen, das meine Eltern sich stets gewünscht hatten, was ihnen genügte und sich mit den anderen Aktionen, die ich sonst so veranstaltete, ausreichend die Waage hielten.
Wehmut überkommt mich, nun wo ich alleine bin, sodass keiner es bemerken kann. Ich vermisse meine Eltern, genauso wie meine Brüder. Wir waren eine gute Familie irgendwie, ich habe in meinem Leben, meiner Kindheit mehr sehen und erleben dürfen als viele es in ihrem ganzen Leben tun werden und das vor dem Virus. Ein einziges Manko war, dass wir nie richtig lange Freundschaften an den Orten haben schließen können, die wir bereisten, alle Bekanntschaften verliefen irgendwann wieder im Sand, nach dem Virus sowieso. Andererseits waren sowohl Erin als auch Damien und ich so zu eigenständigen starken Persönlichkeiten geworden, die im Virus irgendwie überlebten und uns durchkämpften, ohne zur Unterschicht zu gehören. Bis zu dieser Mission, bei der meine Brüder und ein paar andere eine Fabrikhalle ausrauben sollten und nie zurückgekehrt sind. Das war ein herber Rückschlag für den Tribe gewesen und für mich sowieso. Keiner wusste, was passiert war, als eine neue Gruppe inklusive mir zur Halle zurückkam, wirkte sie nicht besetzt, keine Menschenseele war noch dort, alles war wie leergefegt. Es bestand kein einziges Indiz, das einen Hinweis darauf geben würde, wohin Erin und die anderen verschwunden waren. Ohne mir bescheid zu sagen, hätten meine Brüder sich nie von mir getrennt...Doch sollte ich in meinem Dasein irgendwann durch welche Zufälle auch immer in Erfahrung bringen können, was mit ihnen geschehen ist, wird der Verantwortliche das für immer bereuen. Denn der Tod wäre zu gnädig, nein, ihn oder sie würde etwas weit Schlimmeres erwarten...
Jedenfalls..irrte das Pferd mit der markanten Zeichnung durch die Wälder, die es zu seinem Zuhause gemacht hatte. Mich erinnerte dieser Hengst von Beginn an irgendwie an einen Pinguin, weshalb ich ihm auch den Namen Mad-Quinn verpasste, was eine kleine Interpretationssache ist. Meistens nenne ich ihn auch bloß Quinnie, was sein Gemüt so ziemlich verharmlost, weil das so niedlich klingt. So wie damals auch im Wald hat er es auch heute noch faustdick hinter den Ohren, was ihn zum perfekten Pferd für mich macht. Es ließ sich nur unglaublich schwer fangen, selbst als wir ihn umkreist hatten damals, war er gestiegen, hatte um sich getreten und nicht dran gedacht, sich zu ergeben. Dass ihn jemand verletzte, um ihn zu kriegen, ließ ich nicht zu. Er faszinierte mich vom ersten Moment an, doch ich wollte ihn nicht für mich gewinnen, indem ich seinen Willen brach oder ihn mit einer Verwundung dazu zwang, niederzugehen, damit wir ihn mitnehmen konnten. Also tat ich das, was mir einer der Krieger im Reservat auch gesagt hatte. Man musste den Willen eines Tieres nicht brechen, man musste seinen Respekt und sein Vertrauen erlangen. Und das versuchte ich, indem ich dem Tier folgte, meine Gruppe und den Tribe verließ, um immer ins einer Nähe zu sein, ohne ihm zu nahe zu kommen, damit er nicht weglief. Ich las, suchte meine Ruhe in der Natur, dachte nachund sorgte dafür, stets im Blickfeld des Pferdes zu sein, sodass es mich wahrnahm, aber nicht als Gefahr ansah. Und eines Tages kam er dann, lief auf mich zu und stupste mich an, als ich schon fast nicht mehr damit gerechnet hatte und die anderen auch bald weiterziehen wollten. Sie hatten mich insgeheim für verrückt gehalten, das wusste ich. Aber durch meinen Rang als Prinzessin durfte ich machen, was ich wollte, auch tagelang im Freien vebringen. Der Lohn war es mir wert, denn ich hatte zumindest eine Verbindung zu Mad-Quinn geschaffen, der kaum einen anderen an sich heranließ, was es den Stallburschen sehr schwer machte, ihn zu versorgen und zu bewegen, falls ich es nicht tat. Er mag in seinem Leben vielleicht sogar mal ein Reitpferd gewesen sein, doch die Jahre in der Freizeit gehen an keinem Wesen spurlos vorbei und wer einmal davon gekostet hat, gibt es nicht mehr so schnell aus den Händen. So ist er immer noch wild und sobald er in die Natur kommt, wird er eins mit ihr, lässt einen spüren, dass er in seinem Element ist.
Leise, ohne Krach zu erzeugen, gehe ich dei Boxen entlang, bis ich an der von Quinn angekommen bin, der ruhig aber aufmerksam in einer Ecke döst und mich sofort bemerkt. Auch die anderen Tiere stecken neugierig ihre Köpfe aus den Boxen. Ich nehme mir den Strick, der an der Tür hängt, hake ihn in das Halfter meines Hengstes ein, als er mich erkannt hat und bereit dazu ist, mich an sich heranzulassen, dann öffne ich das Tor. Es dauert eine Weile, bis ich ihn fertig ausgestattet und die anderen Sachen zusammengesammelt habe, die ich zum Jagen brauche, doch als es soweit ist, kann es mich kaum noch halten. Im Hof draußen steige ich auf, befehle den Wachen, mir zu öffnen und galoppiere mit vollem Elan aus dem Schloss hinaus und gen Wälder. Auf eine erfolgreiche Nacht.

tbc: Wald - Waldweg
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